Eugène Ysaÿe
Eugène Ysaÿe

Eugène Ysaÿe (1858-1931)

 

  • Solosonate op. 27, Nr. 3 "Ballade" 
    Seine Solosonaten für Violine stehen gleichberechtigt neben den Solowerken von J.S. Bach, Niccolò Paganini, Belà Bartòk und Paul Hindemith. Sie zeichnen sich aus durch innovative Erweiterung der Violintechnik und eine neue Art der barocken Polyphonie, die an J.S. Bach erinnern.
     
  • Solosonate op. 28
    Dass Eugène Ysaÿe eine Solosonate für Cello komponierte, ist ein Unikum. Dieses Werk wurde erst viele Jahre nach Ysaÿes Tod im Nachlass entdeckt.
     

 

Eugène Ysaÿe war einer der ganz grossen Violinvirtuosen der franco-belgischen Schule, dem es gelang, die Violintechnik nach Paganini massgebend weiter zu entwickeln.
Berühmt sind heute noch seine 6 Solosonaten für Violine, die neben den grossen Meisterwerken von Bach, Paganini, Reger, Bartòk und Hindemith Bestand haben und zum Repertoire aller Konzertgeiger gehören.


Sein Kompositionsstil weist ihn als Spätromantiker mit starken Anlehnungen an die Polyphonie von J.S. Bach aus.
Ysaÿe wurde 1858 in Lüttich geboren und starb 1931 in Brüssel.
Seinen ersten Violinunterricht erhielt er von seinem Vater, der Dirigent an der Oper in Liège war. Später nahm sich Henri Vieuxtemps des Knaben an und brachte ihn soweit, dass er bereits als 15- jähriger seine Studien abschliessen konnte. Durch Vieuxtemps Vemittlung erhielt er anschliessend ein Stipendium in Paris. Nach seiner Rückkehr 1873 studierte er in Brüssel bei Henryk Wieniawski weiter.


Später, auf seinen Tournéen in Frankreich, machte er die Bekanntschaft mit seinem Landsmann César Franck, der ihm seine berühmte Violinsonate in A-Dur widmete. Komponisten wie Ernest Chausson, Claude Debussy, Camille Saint-Saëns, Edward Elgar und Gabriel Fauré widmeten ihm ebenfalls Kompositionen.