Albert Roussel
Albert Roussel

Albert Roussel (1869-1937)

 

  • Quintett für Flöte, Harfe, Violine, Viola, Violoncello
    Die Serenade op. 30 ist 1925 entstanden und dem berühmten Flötisten René Le Roy gewidmet. Sie gehört der mittleren Schaffensperiode von Roussel an und zeigt ein vollkommenes Gleichgewicht von klanglichem, kontrapunktischem und formalem Denken. Der musikalische Satz ist von kristalliner Klarheit, nie überladen, nie sich leerem Virtuosentum ergebend. Die Serenade op. 30 von Albert Roussel gilt seit jeher als wertvollster Beitrag zur Gattung des „Quintette instrumental“.

 

In der Französchen Musik nimmt Albert Roussel eine Position zwischen Claude Debussy und Maurice Ravel ein. Bevor er sich nach 1894 dem professionellen Musikstudium widmete, war er Marine-Offizier und hat die Weltmeere befahren, zuletzt als „Schiffsfähnrich“. Eine profunde musikalische Ausbildung bekam er vor allem bei Vincent d’Indy an der Schola Cantorum in Paris, wo er später auch als Professor tätig war. Seine sehr individuell geprägte Musik, (vor allem in den Balletten „Padmâvati“ und „le Festin de l’Arraignée“) in der Nähe des Impressionismus hat Roussel in bewundernswerter Weise stetig verfeinert und zu einem in Frankreich ganz eigenständigen, von kühnem kontrapunktischem Denken geprägten Musikidiom entwickelt. Grossen Einfluss hatte seine Musik auch auf eine jüngere Generation, z.B. auf Bohuslav Martinů, auf den Schweizer Conrad Beck und vor allem auf Henry Duttileux.