Franz Lachner
Franz Lachner

Franz Lachner (1803-1890)

 

Zum engen und auserlesenen Freundeskreis der "Schubertiaden" zählte auch Franz Lachner der sechs Jahre jünger als Franz Schubert war, ihn aber um 68 Jahre überlebte.
Geboren ist er 1803 in Rain/Donau in eine musikalische Familie hinein. Sein Vater war Organist; bei ihm wurde er im Orgelspiel und im Tonsatz unterrichtet.
Die erste Anstellung fand er 1822 als Dirigent des Akademischen Gesangvereins in München. Ein Jahr später wurde er als Organist an die Lutherischen Stadtkirche in Wien berufen und studierte dort bei Simon Sechter Komposition. Sechter, der noch bei Antonio Salieri studiert hatte, war ein hochgeachtetet Musiker. Zu seinen Schülern zählten Franz Schubert und Anton Bruckner. 1826 wurde Lachner Vizekapellmeister und 1828 erster Kapellmeister am Kärntnertortheater in Wien. 1836 kehrte er nach München zurück, wo er Dirigent der Hofoper, der Konzerte der Musikalischen Akademie und der Königlichen Vokalkapelle war. 1852 wurde er unter König Ludwig II Generalmusikdirektor der Stadt München.
Lachner war ein sehr fruchtbarer Komponist. Sein Werkverzeichnis, in dem fast alle wichtigen Musikgattungen vertreten sind, weist über 200 Opuszahlen auf. Stilistisch war er von Ludwig van Beethoven und Spohr, auch noch von Meyerbeer, vor allem aber von Franz Schubert beeinflusst. 

 

  • Streichquartett b-moll, op. 75 (komponiert 1838)
    Das Streichquartett h-moll, op. 75 aus dem Jahre 1843 ist ein bemerkenswertes Werk und hebt sich in seiner geistreichen und kunstvollen Verarbeitung die stark an Beethoven erinnert, weit ab von einer kleinmeisterlichen Statur und Geschwätzigkeit.