Arthur Honegger
Arthur Honegger

Arthur Honegger (1892-1955)

 

  • Sonate Nr.1 für Violine und Klavier
    Die erste Violinsonate entstand 1916 – 1918 und steht dem Expressionismus und der Spätromantik nahe. Honegger ist hier noch ein Suchender und hat seinen persönlichen Stil noch nicht voll entwickelt.
     
  • Sonatine pour 2 violons (1945)
    Die Sonate aus dem Jahre 1920 ist ein typisches Werk Honeggers neobarocken Phase, die in die Zeit der Komposition des „König David“ fällt (1922).  

 

Arthur Honegger verbrachte fast sein ganzes Leben in Paris, war Mitglied der berühmten Komponistenvereinigung „Group des Six“, blieb aber zeitlebens Schweizer. 
Die schweizerische 20-Franken Note der Serie 1995 ist ihm gewidmet. Sie zeigt ein Jugend-Porträt und Hinweise auf sein vielschichtiges, kulturelles Wirken sowie seine bedeutensten Werke.

 

 

Arthur Honegger wurde 1892 in Le Havre als Sohn eines aus Zürich stammenden Ehepaares geboren. Er wuchs dort auf, blieb aber sein Leben lang Schweizer Staatsbürger. 1909 begann er ein Studium am Zürcher Konservatorium (Violine, Musiktheorie) und setzte es 1911 am Pariser Konservatorium fort.

 

Er war eines der Gründungsmitglieder der „Groupe des Six“ und experimentierte in seiner Komponistenlaufbahn mit den verschiedensten Stilepochen, angefangen mit dem 1. Streichquartett, das er als 24 jähriger komponierte und ihn gleich als revoluzionären Tondichter charakterisierte, bis hin zu neobarocken Werken. Internationalen Durchbruch erlangten seine Werke „Roi David“ (1921) „Pacific 231“ (1923) und „Jeanne d’Arc au bûcher“ (1930).

 

"Arthur Honegger gelang es, die Brücke von Wagner und Schönberg zu Strawinsky und Milhaud, von Strauss und Reger zu Debussy und Fauré zu schlagen – allein durch die Kraft seiner Fantasie und durch sein Genie der Synthese“ (Heinrich Strobel).

 

Honegger komponierte tonal, polytonal, atonal; stets ging es ihm um eine klare, verständliche und überzeugende Aussage.