Michail Glinka
Michail Glinka

Michail Glinka (1804-1857)

Михаи́л Ива́нович Гли́нка

 

  • Streichquartett F-Dur (1830)

  • Streichquartett D-Dur (1824)
    Glinkas Streichquartett aus dem Jahre 1830, ist noch ganz im Geiste Mozartscher Leichtigkeit geschrieben. Es finden sich in ihm aber auch die Gesanglichkeit des zeitgenössischen italienischen Opernschaffens.
     
  • Nocturne für Harfe

 

 

Michail Glinka gilt allgemein als Vater der Russischen Musik. 

Dieser Ruf gründet sich hauptsächlich auf seine beiden Opern „Ein Leben für den Zaren“ und „Ruslan und Ljudmila, während seine Kammermusikwerke weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Sein Vermächtnis liegt in einer ganz persönlichen sehr russisch geprägten Musiksprache, dennoch verschloss er sich nicht dem europäischen Musikschaffen.

Ab 1817 studierte er am Adelsinstitut in St. Petersburg und nahm Klavierunterricht bei John Field. In diesen Jahren lernte er auch Johann Nepomuk Hummel kennen, dessen Kammermusik ihn besonders inspirierte. 1825 machte er die Bekanntschaft mit Alexander Puschkin. Glinkas Verbindung zu dem bekannten Poeten und die politischen Wirren der Zeit beeinflussten das Denken und Handeln des Komponisten.

Ab 1830, also kurz vor der Komposition der „Nocturne“ für Harfe, während eines dreijährigen Italienaufenthaltes lernte er die Opern von Donizetti und Bellini, sowie Musik von Felix Mendelssohn kennen, was ihn dazu bewegte, in Berlin bei Siegfried Dehn ab 1833 Kompositionsunterricht zu nehmen.

Glinkas Nationaloper „Ein Leben für den Zaren“ hiess zuerst „Iwan Susanow“ dessen Titelheld aus dem einfachen Volk stammt. Das behagte den adligen Kreisen gar nicht und zwang Glinka zu einer Namensänderung. Der Erfolg danach war beispielslos und brachte ihm sofort den Posten des Kapellmeisters in St. Petersburg ein.