Alexander Glasunow
Alexander Glasunow

Alexander Glasunow (1865-1936)

Алекса́ндр Константи́нович Глазуно́в

 

  • „Quatuor Slave” op. 26 für Streichquartett
    Das „Quatuor Slave“ ist die adaptierte Version seines rhythmisch brillanten, auf ukrainischen Volksweisen aufbauenden Symphonischen Sketsch, „Une fête Slave“ op. 26 a.
     
  • Polka für Streichquartett
    Beteiligt an dieser Komposition haben sich sowohl Nikolai Sokolov als auch Anatoly Liadov aus dem St. Petersburger "Freitags-Kreis" um den Mäzen Mitrofan P. Beljajev.

 

Alexander Glasunov wurde 1865 in St. Petersburg geboren und entstammt einer wohlhabenden Familie. 1880 begann er auf Empfehlung von Mili Barakirev ein privates Studium bei Nikolai Rimski-Korsakow, der sich vom gewaltigen Talent seines Schülers beeindruckt zeigte. Die Uraufführung seiner 1. Sinfonie 1882 bedeutete für den jungen Komponisten den Durchbruch. Nachdem Glasunov in den 1890er Jahren zu einer international aner-kannten Persönlichkeit avancierte, nahm er 1899 eine Professur für Instrumentation am Petersburger Konser-vatorium an. Ab 1905 wurde er zum Direktor dieses Instituts ernannt und war in dieser Funktion während 25 Jahren einer der führenden Musiker Russlands. Glasunov vereinigt in seiner Musik nationalrussische Tendenzen mit den Errungenschaften Peter Tschaikowskis. So lassen sich in seinem Werk Tendenzen zu ausgesprochen volksliedhafter Themenbildung, orientalisierender Harmonik, Exotismen und metrischen Fein-heiten feststellen. Insgesamt zeichnet sich Glasunovs Musik durch eine äusserst positive Grundstimmung und einen Hang zum Pathos und zur heroischen Geste aus. Ab 1914 erlahmte sein kreativer Geist und er schrieb während 20 Jahren fast keine Musik mehr. Als Nichtsympathisant der Russischen Revolution emigrierte er 1928 nach Paris und blieb dort bis zu seinem Tod im Jahre 1936.