Thomas Fortmann
Thomas Fortmann

==> telebasel TV-Interview mit Thomas Fortmann

 

Thomas Fortmann *1954

 

  • "Der süsse Ton" für Streichquartett
    Eine Homage an Franz Schubert, komponiert und UA 2013.
    Die Textteile sind eine Collage einzelner Sätze aus bestimmten Gedichten Schuberts und seiner engsten Freunde.
     
  • "Die Winterreise" von Franz Schubert in einer Bearbeitung für Streichquartett und Bariton.
    Die Umsetzung der Klaviermusik von Schuberts „Winterreise“ für Streicher ist eine Herausforderung und ein schwieriges Unterfangen. Thomas Fortmann löste dies mit Veränderungen ohne modernisierende Eitelkeit, aber mit einem für Streicher technischen Zeitsprung. Dabei versuchte er in seiner Bearbeitung von Schuberts „Winterreise“ die Stimmung der Lieder, ihre Schlichtheit, das berührend Direkte und die Kraft des Einfachen und Selbstverständlichen wieder neu einzufangen.
     
  • "Partners in Crime" (2009) UA 
    Als interessanter, eigenwilliger Kontrast steht die Uraufführung von Thomas Fortmanns „Partners in Crime“ auf dem Programm. Der in der Toscana lebende Schweizer Komponist kommt ursprünglich vom Jazz her und erlangte grosse Erfolge in den USA als Schöpfer von Musicals, Filmmusik und Märchenopern. Nachprüfbar ist diese eigenständige Tonsprache exemplarisch in „Partners in Crime“ In einer witzigen, aufgefrischten Art wird der New Orleans Jazz neu definiert und erweitert.

 

Thomas Fortmann stammt aus der Schweiz und lebt in Italien. Mit nur sechzehn Jahren schreibt er seinen ersten Hit, dem über 100 Titelveröffentlichungen in insgesamt 27 Ländern folgen. Unter den Interpreten sind Udo Lindenberg, Alexis Korner, Love Generation, Cockpit, Jürgen Drews, Jay C.Corry, Su Kramer, Demon Thor, Toni Vescoli, Romy Haag u.v.a.

Nach 10 Jahren bricht er die Rock-Karriere ab und studiert Komposition, Musiktheorie und Instrumentation. Das Interesse an theoretischen und besonders musikphilosophischen Fragen ist ihm seither stets ein Wegbegleiter im kompositorischen Schaffen. Reflektieren scheint ihm eine Notwendigkeit, denn als neugieriger, vom Rock herkommender Autodidakt musste erstmal die Musikgeschichte aufgearbeitet werden und aus der Informationsfülle und weit verzweigten Strömungen der zeitgenössischen Musik das „Eigene“ entwickelt werden. Umso mehr, weil er sich keinem Stil besonders verbunden fühlt. Dieses Eigene und Freie in der kompositorischen Entscheidung, welches sich in Geschmack, Stil, Wahl der Form und Mittel ausdrückt, macht das Spezielle in seinen Kompositionen aus. Stetiges Weiterentwickeln und Suchen nach der jeweilig geeigneten, dem Gehalt eines neuen Werkes entsprechenden Form, lassen ihn originelle Ideen entwickeln; und durch seine Weltoffenheit können sich in seiner Persönlichkeit spielerisch auch heterogene, gegensätzliche musikalische Visionen zu einer Einheit verbinden. Konstruktion und Vitalität, Logik und sinnliche Wirkung schließen sich in seinen Kompositionen keineswegs gegenseitig aus. Das Erfinden von Musik ist ihm eine Art notwendiger Zustand, was auch beinhaltet, dass ein vollendetes Werk rasch aus seinem Interesse entschwindet und ihm daher alle Vermarktung relativ schwer fällt. Trotzdem werden seine Kompositionen international oft aufgeführt, viele davon sind auf Tonträger aufgenommen und er erhält laufend Werkaufträge und Stipendien von namhaften Institutionen, wie z.B. vom Schweizer Bundesamt für Kulturpflege, Opernhaus Zürich, Open Opera St.Gallen, Kanton Tessin, Stadt Zürich, EU-Kaleidoskop, Mozart-Festival Trento, Stadt Grosseto, University of Houston, Espace Nuithonie, Pianofestival Salerno u.a.

Mitte der achtziger Jahre zieht Thomas Fortmann mit seiner Familie in die Toskana, wo er neben seiner kompositorischen Tätigkeit die Accademia Amiata gründet und während einigen Jahren das Festival Toscana delle Culture leitet.

 

www.thomasfortmann.com