Alexander Borodin
Alexander Borodin

Alexander Borodin (1833-1887)

Александр Порфирьевич Бородин

 

 

 

Alexander Borodin wurde 1833 als unehelicher Sohn des georgischen Fürsten Luka Gedewanischwili und dessen 24-jähriger Mätresse Awdotja Konstantinowna Antonowa geboren. Da der Fürst verheiratet war, liess er das Kind als den Sohn seines Dieners Porfiri Borodin registrieren. Borodin wuchs bei seiner Mutter in St. Petersburg auf und erwies sich als ausserordentlich talentiert.

Neben den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch erlernte er auch das Spiel auf dem Klavier, der Flöte und dem Cello.

1850 begann er an der 1798 gegründeten Militärakademie für Medizin und Chirurgie in St. Petersburg ein Medizinstudium, entdeckte aber an der Akademie seine lebenslange Leidenschaft für die Chemie. 1856 bestand Borodin das Examen mit Auszeichnung und promovierte 1868 zum Dr. med. 1872 wurde er Professor für organische Chemie in St. Petersburg und folgte 1874 seinem Förderer Sinin auf den Lehrstuhl.

Weltweit bekannt wurde Borodin indes weniger als Wissenschaftler, sondern als Komponist. Wie er es schaffte, neben seiner Professur an der Akademie noch Zeit für die Musik zu finden bleibt ein Rätsel.