Béla Bartók
Béla Bartók

Béla Bartók (1881-1945) 

 

  • Kontraste für Violine, Klarinette und Klavier
    Dieses  Trio aus dem Jahr 1938 wurde am 9. Januar 1939 uraufgeführt – nicht wie gelegentlich berichtet wird mit Bartók am Flügel, sondern mit Endre Petri, Josef Sziget und Benny Goodmann. Der Komponist Philipp Jarnach schreibt im Mai 1971 über dieses Werk: “….Der geniale Bahnbrecher der Neuen Musik hat die frühe Bindung an die Spätromantik nie restlos überwunden“. 

 

Béla Bartók (1881-1945) war als Komponist lange umstritten wie Arnold Schönberg und verkannt wie Anton von Webern. Erst nach seinem Tod wurde er anerkannt und erlangte Weltgeltung. 

 

1938 hatte sich Bartók längst mit dem Gedanken geplagt, seine Heimat Ungarn zu verlassen und in Anbetracht des politischen Schauerspiels, das er hellsichtig wie kaum ein anderer Zeitgenosse heraufziehen sah, nach Amerika zu gehen. Es war nicht zuletzt auch der Rat seines Landsmanns Szigeti, der ihn bestärkte, den Schritt auch zu wagen.

 

Die Noblesse von Bartóks Musizieren jedenfalls weist ihn als fern von jedem Bruitismus aus und die scheinbare Härte mancher kompositorischen Konturen ist in Wahrheit lediglich die Klarheit einer ersonnenen und erfühlten Kontur.