Thomas Demenga
Thomas Demenga

Thomas Demenga, Violoncello

    

1954 in Bern geboren, studierte der Cellist Thomas Demenga unter anderem bei Walter Grimmer, Antonio Janigro, Leonard Rose und Mstislav Rostropovich. Wichtige kammermusikalische Impulse erhielt er an der Juilliard School in New York von Claus Adam, Felix Galimir und Robert Mann.  Als international renommierter Solist, Komponist und Pädagoge gehört er zu den herausragendsten Cellisten und Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Als Kammermusiker und Solist konzertiert er an allen wichtigen Festivals und Musikzentren der Welt und tritt in zahlreichen Konzerten mit MusikerkollegInnen wie Heinz Holliger, Gidon Kremer, Thomas Larcher, Paul Meyer, Aurèle Nicolet, Hansheinz Schneeberger, Thomas Zehetmair und Tabea Zimmermann auf. Thomas Demenga arbeitete mit Dirigenten wie Moshe Atzmon, Myung Whun Chung, Charles Dutoit, Claus Peter Flor, Howard Griffiths, Heinz Holliger, Armin Jordan, Okko Kamu, Mstislav Rostropovich, Dennis Russell Davis, Wolfgang Sawallisch, Sándor Végh, Mario Venzago und Hiroshi Wakasugi zusammen. Als Solist wurde er u. a. von folgenden Orchestern engagiert: Berliner Sinfonie-Orchester, Berner Symphonie Orchester, Boston Symphony Orchestra, Camerata Bern, Junge Deutsche Philharmonie, Kammerorchester Basel, L’Orchestre de Chambre de Lausanne, L’Orchestre de la Suisse Romande, Nieuw Ensemble Amsterdam, ORF-Symphonieorchester Wien, Sinfonieorchester Basel, Sinfonietta Basel, Tonhalle-Orchester Zürich, Westdeutsches Rundfunk Symphonie-Orchester und Zürcher Kammerorchester.

 

Die künstlerische Arbeit Thomas Demengas ist geprägt von der intensiven Auseinander-setzung und dem Austausch von Interpretationen und Kreationen in den verschiedenen Stilepochen. Besonders intensiv widmet er sich der Neuen Musik und setzt sich auch mit Improvisation auseinander. So bilden seine eigene musikalische Sprache als Komponist und Interpret von Werken des 20. und 21. Jahrhunderts (darunter namhafte Uraufführungen) eine neue und ergänzende Dimension zu der historischen Aufführungspraxis der Barockmusik und seinen virtuosen Interpretationen des klassischen und romantischen Repertoires. 1991 wurde er in Paris als erster Schweizer am Kongress der „Tribune Internationale des Compositeurs“ für sein Werk „solo per due“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet.   Seit 1980 leitet Thomas Demenga eine Ausbildungs- und Solistenklasse an der Hochschule für Musik in Basel.  Im August 2000 war er „composer in residence“ am Internationalen Musik Festival Davos, „young artists“ in concert“ und wurde anschliessend mit der künstlerischen Leitung dieses Festivals betraut.  Am Lucerne Festival im Sommer 2003 wirkt Thomas Demenga als „artiste étoile“ und tritt somit die Nachfolge von Sabine Meyer (2000), Anne-Sophie Mutter (2001) und Alfred Brendel (2002) an. 

 

Eine umfangreiche Reihe von CD Einspielungen, erschienen bei ECM New Series, doku-mentiert seine künstlerische Arbeit auf eindrucksvolle Weise. Im Jahr 2002 erschien die letzte CD seiner Einspielung der Solosuiten Bachs in Kombination mit modernen Komponisten wie Holliger, Carter, Veress, Zimmermann, Yun und Hosokawa, die Mitte der achtziger Jahre begann und damit ihren krönenden Abschluss fand.